THOMAS ALDER
PRAXIS FÜR
NATURHEILKUNDE

GESCHICHTE


Die Klassische Homöopathie wurde 1790 vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entdeckt und weiterentwickelt. Durch einen Selbstversuch mit der damaligen Malaria-Arznei Chinarinde erkannte er ein neues Heilprinzip. Bei wiederholter Einnahme geringer Mengen Chinarinde zeigten sich bei Dr. Hahnemann ähnliche Symptome wie bei einer Malariaerkrankung. Daraus gewann er die Erkenntnis, dass Krankheiten mit potenzierten Arzneien geheilt werden können, die bei einer Arzneimittelprüfung am Gesunden ähnliche Beschwerden wie bei der tatsächlich vorhandenen Krankheit hervorrufen können. Dies war die Geburtsstunde der Klassischen Homöopathie nach Samuel Hahnemann mit dem Leitprinzip: Similia similibus curentur - Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.


KLASSISCHE HOMÖOPATHIE


Die Homöopathie ist eine umfassende und ganzheitliche Heilmethode. Sie erfasst den Menschen in
seiner Gesamtheit von Körper, Geist und Seele. In der Homöopathie gilt der Organismus als
gesund, wenn er in einem harmonischen Gleichgewicht steht. Eine gesunde Lebenskraft befähigt
den Organismus, auf störende und krankmachende Reize ausgleichend einzuwirken. Krankheit ist
somit eine Verstimmung der Lebenskraft, die den ganzen Menschen erfasst, sich jedoch nur in Form
von verschiedenen Symptomen äussert. Im Mittelpunkt steht nicht eine bestimmte Krankheit,
sondern der Mensch mit seinem jeweiligen Krankheitsempfinden. Die Grundlage der homöopa-
thischen Therapie ist die Ähnlichkeitsregel - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Eine
homöopathische Arznei stösst das Zentrum eines Menschen an und aktiviert die Selbstheilungs-
kräfte. Diese Kräfte heilen eine Krankheit von innen heraus und stellen das innere Gleichgewicht-
die Gesundheit - wieder her. Es gibt in der Homöopathie also nicht ein Mittel gegen eine
Krankheit, sondern ein Mittel für einen erkrankten Menschen.


AKUTE UND CHRONISCHE KRANKHEITEN


Die Homöopathie eignet sich sowohl zur Behandlung von akuten wie auch von chronischen
Krankheiten. In akuten Fällen (z. B. Blutung infolge Verletzung, Mittelohrentzündung, Koliken)
kann das richtig gewählte homöopathische Mittel bereits innert Stunden wirken. Im Vordergrund
der Mittelwahl stehen die lokalen Symptome und der Auslöser (Causa) der Krankheit. In
chronischen Fällen (z. B. Migräne, Allergien, Erkältungstendenz, Heuschnupfen, Verdauungs-
beschwerden, Rheuma, Arthrose, Depression usw.) kann die Therapie Monate oder auch länger dauern. Das verabreichte homöopathische Mittel wird in solchen Fällen auch als Konstitutionsmittel bezeichnet. Es ist eine Arznei, die auf den Menschen in der Gesamtheit seiner Symptome einwirkt und regulativ in die Lebens- und Abwehrkräfte eingreift.


HOMÖOPATHISCHE FALLAUFNAHME


Der Weg zur passenden Mittelfindung führt über ein eingehendes Gespräch - die homöopathische
Anamnese. Erfragt werden Krankheitssymptome, deren auslösende, verschlechternde oder
verbessernde Momente, frühere Krankheiten, Operationen usw. Einbezogen wird auch die ganze
Persönlichkeit des Patienten, wie sein Verhalten, seine Gemütsverfassung, seine Vorlieben und
Abneigungen sowie die persönliche und familiäre Vorgeschichte. Diese Kenntnisse ermöglichen dem
Homöopathen, ein umfassendes Bild des Patienten und seiner individuellen Symptome zu
erarbeiten und zum passenden Mittel zu finden.


DIE HOMOÖOPATHISCHE ARZNEI


Die homöopathischen Mittel sind ursprünglich mineralischer, pflanzlicher oder organischer
Herkunft. Sie werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und
verschüttelt. In der Klassischen Homöopathie werden nur Einzelmittel in Form von Globuli oder
Tropfen verabreicht.


WEITERER BEHANDLUNGSVERLAUF


Zwischen den Behandlungen ist es nun wichtig, die Reaktionen des Organismus auf die Mittelgabe zu beobachten. Bereits bestehende Symptome können sich vorübergehend verstärken, alte Symptome können unter Umständen wieder auftauchen. Solche Reaktionen sind gute Zeichen und dürfen nicht unterdrückt respektive therapiert werden. Ihr innerer Arzt soll jetzt ungestört arbeiten können und das innere Gleichgewicht wieder herstellen.